Ho Chi Minh

3 Tipps für Ho Chi Minh City

Ho Chi Minh City in drei Worten? Chaotisch, laut und heiß. Die größte Stadt Vietnams ist eine Herausforderung für Körper und Geist. Es war die letzte Station auf unserer Reise durch Südostasien und sie hat uns nochmal alles abverlangt. Innerhalb kürzester Zeit haben wir alle Sightseeing-Pläne über Bord geworfen, das Tempo gedrosselt und uns einfach treiben lassen. Hier meine drei Tipps für die Metropole, die von den Einheimischen nach wie vor Saigon genannt wird.

1. Bummeln rund um die Dong Khoi 

Unser Startpunkt war die Kathedrale Notre Dame sowie das rechts daneben liegende Hauptpostamt. An beiden Gebäuden wird sofort der französische Einfluss sichtbar. Die Kathedrale wurde zwischen 1877 und 1883 errichtet, und alle Baumaterialien aus Frankreich importiert. Das 1891 eröffnete Hauptpostamt entwarf Gustave Eiffel. Beiden Gebäuden statten wir einen kurzen Besuch ab – der Eintritt ist jeweils frei.

Schlendert man weiter auf der Dong Khoi, erblickt man rechter Hand in einer Seitenstraße die Statue des Onkel Ho und das Alte Rathaus, in dem heute das Volkskomitee residiert. Linker Hand liegen mit dem Vincom Center und Parkson zwei Einkaufszentren der gehobenen Preisklasse. Ein paar Schritte weiter trifft man auf den Lam Son-Platz mit dem alten Opernhaus. Folgt man der Straße geradeaus weiter, landet man am Sai Gon-Fluss und damit am berühmten Majestic Hotel. 

Eine zweite interessante Straße, die im rechten Winkel vom Opernhaus abgeht, ist die Le Loi. Vorbei am Rex Hotel, führt sie zum bekannten Ben Thanh-Markt, der zu den Wahrzeichen der Stadt gehört. Hier mischen sich Souvenir- mit traditionellen Marktständen – die Preise sind vergleichsweise hoch.

Sowohl auf der Dong Khoi und der Le Loi als auch in den umliegenden Straßen (De Tham, Bui Vien, Nguyen Trai, Pham Ngu Lao und Ly Tu Trong) finden sich zahlreiche Boutiquen. Mir sind vor allem diese vier in Erinnerung geblieben:

Shimmer Silver
Wunderschöner Silberschmuck zu günstigen Preisen. Hebt sich wohltuend von den immer gleichen Angeboten auf den Märkten ab.

Ipa-Nima
Hier schlägt das Frauenherz höher. Tolle Handtaschen der Designerin Christina Yu.

L´Usine
Klamotten, Schuhe, Accessoires, Haushaltswaren und Kunst von internationalen und vietnamesischen Labels/Künstlern. Im Obergeschoss ein schönes Café mit netter Speisekarte.

Authentique Home
Keramik, Textilien, Kleidung – sehr schöne handgearbeitete Stücke. Da wünschte man sich, der Rucksack wäre etwas größer.

2. Den Verkehr beobachten

Auch wenn es verrückt klingt: Der Verkehr in Ho Chi Minh City ist sehenswert. In keiner anderen Stadt haben wir so viel (geordnetes) Chaos erlebt. Kein Wunder, bei geschätzten fünf bis sechs Millionen Rollern. Ein perfekter Ort, um das Spektakel zu genießen, ist der Kreisverkehr am Ben Thanh-Markt. Hier haben wir uns einen Schattenplatz gesucht, und mit einer kühlen Cola in der Hand, den Wahnsinn beobachtet.

Ho Chi Minh Verkehr
Völlig verrückt: Der Verkehr in Ho Chi Minh.

Übrigens, die Straße zu überqueren, ist gar nicht so schwer, wie man im ersten Moment denkt. In Acht nehmen sollte man sich nur vor den (wenigen) Autos, LKWs und Bussen. Sonst gilt: Nicht stehen bleiben, nicht rennen und immer in konstanter Geschwindigkeit weiterlaufen – dann weichen die Roller ohne Probleme aus.

3. Schlemmen

Die Vorzüge der vietnamesischen Küche habe ich ja bereits an anderer Stelle beschrieben – in kaum einer Stadt kann man sie so genießen wie in Ho Chi Minh City. Die Auswahl an Streetfood und Restaurants scheint unendlich. Leider hatten wir natürlich viel zu wenige Zeit.

Au Parc & Propaganda
Auf der Suche nach einem internationalen Frühstück ist man in Au Parc an der richtigen Adresse: man reist von Frankreich über Amerika in den Orient. Vor allem das frische Brot lockt viele Reisende und Expaten an. Auch die restliche Karte ist international geprägt. Wer mehr Lust auf vietnamesische Küche hat, kommt ebenfalls auf seine Kosten – hier hilft die Speisekarte des Nachbarrestaurants Propaganda weiter. Die beiden Küchen arbeiten zusammen.

Pho Phu Vuong
Hier dreht sich alles um die vietnamesische Suppe – und zwar von morgens 5.30 bis nachts 12 Uhr. Im Tan Binh District gelegen, ist die Dichte an Touristen in diesem Restaurant eher gering. Wir verstehen weder den Kellner noch die Speisekarte aber ein netter Franzose am Nebentisch fasst sie für uns mit den Worten „C’est toute la même chose“ in einem einfachen Satz zusammen. Wir bestellen also Pho mit irgendeinem Stück vom Rind… Die Suppe kommt innerhalb von Minuten und ist unglaublich lecker – trotzdem schaffen wir es nicht, sie in einer solchen Lichtgeschwindigkeit auszulöffeln wie die Vietnamesen rund um uns herum… 😉

Pho Phu Vuong Ho Chi Minh
Abenteuer Pho: Keine Ahnung was wir bestellen – aber es schmeckt.
Übernachtung
Vissai Saigon Hotel
Modernes Hotel mit schönen, großen Zimmern nahe am Flughafen. Bei frühen Abflugzeiten ist das ein echter Pluspunkt. Für uns war die Fahrzeit in die Stadt absolut in Ordnung. Toller Blick über die Stadt. Das Personal ist freundlich und sehr professionell. Der Pool ist allenfalls mittelmäßig – aber trotzdem eine nette Abkühlung. Nur eine Sache: Finger weg vom hoteleigenen Spa. Das ist an einen externen Betreiber vermietet: schlechte Qualität und unverschämte Abzocke!

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