Warum ich nicht auf Airbnb verzichte – und ihr das auch nicht tun solltet

Warum ich nicht auf Airbnb verzichte – und Du das auch nicht tun solltest

Kürzlich bin ich bei bento über einen Artikel gestolpert: Warum ich auf Airbnb verzichte – und ihr das auch tun solltet. Für die Autorin ist Airbnb „das Gegenteil vom alternativen Reisen, der beigefarbene Spießer-Tourist unter allen Urlaubern.“ Ich habe in den letzten sechs Jahren 27 Mal eine Unterkunft über Airbnb gebucht. Das erste Mal 2010 in New York. Danach war ich neben den USA in Frankreich, Deutschland, Portugal, Spanien, Puerto Rico, den Niederlanden und England unterwegs.

Und oft hatte ich dabei unvergessliche Momente mit tollen Menschen. Was für ein praktischer Zufall, dass Anna von Die Gradwanderung zur Blogparade „Meine besonderen Begegnungen auf Reisen“ aufgerufen hat.

Zwischen Kommerz und Herz

„Mit Airbnb lernst du eine Stadt und ihre Leute richtig kennen? Könnte man denken, aber tatsächlich sind die meisten Anbieter nicht primär daran interessiert, neue Freunde zu finden. Sie wollen einfach Geld. Gerade bei den steigenden Mietpreisen in Städten wie Paris oder London ist das verständlich, manche sind auf die Extra-Einnahmen durch die gelegentlichen Besucher angewiesen, um die eigene Miete bezahlen zu können. Aber die Erwartung, mit heimischen Speisen bekocht zu werden und die Vormittage gemeinsam mit Tandem-Sprachkursen, die Abende in den Lieblingskneipen der Gastgeber zu verbringen, wird wahrscheinlich enttäuscht.“

Hat die Autorin damit recht? Ja und nein: Natürlich geht es – wie fast überall im Leben – auch bei Airbnb um Geld. Und tatsächlich ist mancher Gastgeber auf die Einnahmen angewiesen: Ben aus San Francisco hat so z.B. die hohe Miete finanziert. Ob wir heute Freunde sind? Nein, aber wir hatten ein paar nette Gespräche und er hatte mehr als nur einen guten Tipp, um die Stadt zu erkunden.

Natürlich tummeln sich bei Airbnb kommerzielle Anbieter, die die Plattform als zusätzlichen Kanal nutzen. Auch ich habe manchen Gastgeber nur bei der Schlüsselübergabe zu Gesicht bekommen. Aber eine Überraschung war das in diesem Fall nicht – an den Anzeigen lässt sich das leicht im Vorfeld erkennen. Und selbst hier hatte ich unvergessliche Begegnungen: Oder hat euch auf Reisen schon einmal jemand im Nachthemd frischen Grießpudding vorbeigebracht?

Apropos Essen, bekocht wurde ich dank Airbnb schon des Öfteren: Und das führt mich auch gleich zu zwei besonderen Begegnungen. Die letzte diesen August in Portsmouth. Hier hat uns Jill nicht nur mit einem köstlichen Frühstück verwöhnt, sondern hat uns spannende Einblicke in ihr Leben gewährt. Eine rüstige 70-jährige englisch Lady, die schelmisch erzählt hat, wie das vor 50 Jahren mit den Seeleuten so war (Portsmouth ist der wichtigste Stützpunkt der Royal Navy), wie sich das Leben im Laufe der Jahrzehnte verändert hat und warum so viele Engländer für den Brexit gestimmt haben. Wir haben bei Eiern, Speck, Toast und Tee gelacht und haben in ein paar Stunden mehr über die englische Seele gelernt als auf der ganzen restlichen Reise.

Ähnlich ging es uns in Portugal – genauer gesagt Porto: Hier hat uns Henedina ein typisch portugiesisches Essen gezaubert. Bewaffnet mit Wörterbüchern haben wir in der Küche stundenlang über Land und Leute diskutiert. Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise wurden für uns plötzlich sehr greifbar. Ihre gut ausgebildete Tochter ist mangels Perspektive nach Irland ausgewandert, ihr Sohn findet trotz sehr gutem Uni-Abschluss keinen Job und viele Rentner kommen mit dem, was ihnen zum Leben bleibt kaum noch zurecht. Nach so einem Abend reist man mit anderen Augen durch ein Land und versteht auch vieles besser. Übrigens hat uns dabei die absolute Lebensfreude begeistert, die in Portugal trotz aller Probleme herrscht.

Und dann ist da noch die Sache mit der Ziege…

Eine weitere unvergessliche Begegnung hatte ich in Puerto Rico. Hier begrüßte uns der amerikanische Beach Glass Designer Mark Peyton in seinem wunderschönen Haus im Kolonialstil. Gemeinsam mit seiner guten Freundin Swann diskutierten wir stundenlang über so ziemlich jedes Thema: Kunst, Politik, Reisen… Die beiden lebten bereits in zahlreichen Ländern und hatten mehr als nur eine unglaubliche Geschichte parat. Ich erzählte Mark dabei von meiner jüngsten kulinarischen Neuentdeckung: einem Dragon Fruit Bowl. Das fand er so spannend, dass er heute auf seiner Farm tatsächlich Drachenfrüchte anbaut. Bereits abgereist habe ich übrigens gelesen, dass Mark in den USA bereits nationale Schlagzeilen machte: „War gets his goat“. Er rettete aus Protest gegen den Vietnamkrieg eine Ziege vor dem Schlachter und lief mit ihr nach Kanada. Die komplette Geschichte würde ich ja gerne noch hören…

Keine Freunde, aber Begegnungen für’s Leben

Nein, ich habe mit Airbnb keine neuen Freunde für’s Leben gefunden, aber darum geht es auch nicht. Manchmal hatte ich einfach nur tolle Unterkünfte, manchmal nette kurze Gespräche und manchmal eben Begegnungen, die mein Leben bereichert haben. Für mich ein Grund, nicht auf Airbnb zu verzichten. Zumal ich noch nie wirklich negative Erfahrungen gemacht habe.

Dabei will ich die Augen vor kritischen Punkten (Stichwort: Gentrifizierung) gar nicht verschließen. Ich halte diese Diskussion für richtig und wichtig und finde es auch völlig in Ordnung, dass in einigen Städten in der Zwischenzeit eine Regulierung stattfindet. Aber die pauschale Aussage, dass Airbnb „Tourismus ist, der zerstört“ halte ich für zu kurz gegriffen. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle – aber das würde an dieser Stelle zu weit führen. Ich persönlich achte, z.B. darauf, welche Angebote ich buche. Das hat jeder selbst in der Hand.

Wie sind Deine Erfahrungen mit Airbnb? Ich freue mich auf Deine Geschichten.

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28 Gedanken zu “Warum ich nicht auf Airbnb verzichte – und Du das auch nicht tun solltest

  1. Hallo Katharina,

    Chris und ich benutzen auch sehr gerne Airbnb und hatten bisher immer tolle Unterkünfte und nette Gastgeber. Um „Freunde“ zu finden, oder wenn man hauptsächlich den Ort aus den Augen eines Einheimischen kennenlernen will, eignet sich meiner Meinung nach Couchsurfing viel besser. Dort hat man jedoch meist eine unkomfortablere Schlafstätte. Unsere perfekte Lösung haben wir bisher in Mexiko gefunden. Dort gibt es wahnsinnig viele tolle und günstige Airbnb-Unterkünfte und abends haben wir uns mit netten Couchsurfern verabredet, die uns die lokalen Schmuckstücke gezeigt haben.

    Liebe Grüße
    Marie

    1. Hallo Marie,
      stimmt, das klingt nach einer perfekten Mischung! Mir ist es in der Zwischenzeit einfach wichtig, zumindest ein bißchen Komfort (in Form eines bequemen Bettes) zu haben. Mein krummer Bürorücken fängt sonst an zu streiken… 😉
      Liebe Grüße
      Katharina

  2. Ein wunderbarer Artikel, der mir aus dem Herzen spricht: AirBnB ist manchmal Business, manchmal aber auch irgendetwas dazwischen. Was es aber immer ist, ist die Möglichkeit, eine tolle Unterkunft zu seinen eigenen Konditionen zu bekommen, die immer persönlicher ist als es ein Hotel je sein könnte.

    Vielen Dank für deine Teilnahme an meiner Blogparade! 🙂

    Herzlich,
    Anna

  3. Ganz ehrlich: Wir hatten noch nie eine Unterkunft über Airbnb, die wirklich eine Privatwohnung gewesen wäre, und wir nutzen Airbnb auf fast jeder Reise. Warum? Weil wir als fünfköpfige Familie niemals ein Hotel finden würden, das wir noch bezahlen könnten. Auf Airbnb ist das kein Problem.
    Für uns ist Airbnb also aus einem anderen Grund eine super Sache 🙂

    1. Klar, als Familie ist Airbnb eine praktische Sache. Sehr viel günstiger als ein Hotel und man hat auch deutlich mehr Flexibilität. Mit fünf Leuten dürfte man aber tatsächlich selten bis nie in einer Privatwohnung landen… 😉
      Liebe Grüße
      Katharina

  4. Hallo Katharina,
    ich stehe quasi auf der anderen Seite und bin Vermieter. Airbnb ist eine tolle Möglichkeit, seine Wohnung nicht leerstehen zu lassen, wenn man temporär beruflich im Ausland ist. Eine Festvermietung lohnt sich nicht, wenn man nur ein paar Monate weg ist. Klar ist man dann nicht vor Ort, um Socializing zu betreiben, aber ich glaube, es gibt genug Mieter, die das ok finden. Man kann die Wünsche schließlich vor der Buchung abklären. Wenn man bespasst und bekocht werden möchte, muss man das vorher einfach klar kommunizieren.
    Viele Grüße
    Biene

    1. Hallo Biene,
      da gebe ich Dir absolut recht – wer viel Interaktion mit dem Vermieter erwartet, sollte das im Vorfeld klären. Ich lasse das immer einfach auf mich zukommen: Manchmal ergibt es sich und manchmal eben auch nicht.
      Viele Grüße und ein schönes Wochenende
      Katharina

  5. Sehr interessant 🙂 Ich habe schon oft von airbnb gehört, es aber selbst noch nie getestet. Da die seiten und die vielen tollen Reiseziele aber immer so spannend sind und preislich manchmal auch sehr gute Treffer dabei sind, werde ich das sicherlich bald mal testen 🙂 schön geschriebener Artikel!!

    LG Svenja

    1. Hallo Svenja,
      lieben Dank, freut mich, dass Dir der Artikel gefällt! Preislich lohnt sich das teilweise extrem. Ich habe so schon Unterkünfte in tollen Gegenden gefunden, die sonst unbezahlbar gewesen wären 🙂
      Liebe Grüße
      Katharina

  6. Schönen Gruß vom Blogger-Kommentier-Sonntag 🙂 Ich habe zuwenig Erfahrung mit AirBnB, aber ich denke, man sollte sich selber kümmern. Man kann nicht erwarten, dass die Gastgeber einen versorgen und ein tolles Erlebnisprogramm bieten. Wenn man unterhalten werden will, dann sucht man sich Menschen. Manchmal hat man auch das Bedürfnis nach Ruhe und möchte nicht reden.

    1. Hallo Evy,
      danke für Deinen Kommentar 🙂 Ich sehe das wie Du – man sollte kein Rundum-sorglos-Paket erwarten. Am Ende buche ich ein Unterkunft und kein Entertainment-Programm. Manchmal ergeben sich interessante Gespräche und manchmal eben nicht.
      Liebe Grüße
      Katharina

  7. Ich finde AirBnB immer super. Zwar hatten wir auch eher selten richtige Privatunterkünfte, aber so kleine Ferienwohnungen und Boutique Hotels findet man sonst auch nicht auf den großen Portalen.
    Außerdem mag ich die App sehr und hole mur hier gern Reise-Inspirationen.
    LG Annika

    1. Stimmt, die App ist super – vor allen seit es die vielen Zusatztipps gibt. Viele Gastgeber stellen da in der Zwischenzeit ja auch einen total ausführlichen Guide bereit.
      Liebe Grüße
      Katharina

  8. Toll geschrieben! Der Titel hat mich direkt magisch angezogen, da ich zur Zeit in München in einem Airbnb bin, während der Wohnungssuche. Und hier eine super liebe Gastgeberin habe, und das nicht zum ersten Mal…
    In Dänemark und London habe ich zum Beispiel richtig gute Erfahrungen gemacht, nette Leute die uns mit Tipps und Tricks versorgt haben, mit uns gefrühstückt haben, für uns Brot gebacken haben. In New York war es zwar eher gruselig, aber immerhin deutlich günstiger, als während der Wohnungssuche im Hotel zu schlafen. Ich achte sehr darauf, was ich buche, aber so findet man auch liebevoll eingerichtete Wohnungen von Menschen, die an mehr als nur dem Geld interessiert sind.
    In San Francisco htten wir ein Airbnb mit noch zwei anderen Paaren zusammen. Während wir unsere Reise gerade angetreten haben, waren sie schon krz vor der Abreise – und haben uns alle möglichen Tipps gegeben, was wir unbedingt noch machen sollten. Dadurch haben wir Dinge entdeckt, die wir sonst nie gesehen hätten…und in einem Hotel oder Hostel wären solche Gespräche vermutlich nie entstanden. 🙂

    1. Lustig, in New York hatte ich meine erste Unterkunft über Airbnb. Das war so viel günstiger als ein (schlechtes) Hotel. Wir waren damals in Harlem direkt über dem Central Park. Eine super Lage 🙂

      Ich finde man hat bei Airbnb vieles selbst in der Hand. Man muss eben die entsprechende Zeit in die Recherche investieren. Und natürlich auch ein bißchen Glück haben…
      Viele Grüße
      Katharina

  9. Hallo Katharina, ich habe auch schon sehr sehr oft AirBNB genutzt und auch ähnliche Konzepte wie zum Beispiel Wimdu. Zum Teil haben wir echt tolle Menschen kennengelernt, aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich jetzt spontan nur an 2 bis 3 wirklich tolle Begegnungen erinnern. Der Rest war eine Gratwanderung, wo wirklich nur das schnelle Geld gemacht werden wollte, auf die dreisteste Weise und als ich letztens in einem Badezimmer vor jeder Menge (nicht nur ein kleiner Spot) schwarzem Schimmel stand und die ganze Nacht noch auf dem Klavier geklimpert wurde (wirklich nur geklimpert) hatte ich die Schnauze endgültig voll und habe mich sogar offiziell beschwert. Letzteres war übrigens in Deutschland u nicht in irgendeinem Entwicklungsland. Naja wie man vielleicht spürt regen mich die meisten Erlebnisse auf, es wäre wohl etwas zu viel, jedes einzelne genau zu beschreiben. Ich will zwar die positiven Erlebnisse auch nicht missen… aber im Moment brauche ich Abstand.

    1. Hallo Marion,
      ja, das hört sich eindeutig nach einem kleinen Airbnb-Trauma an. Wenn man ein paar Mal hintereinander Pech hatte, auch absolut verständlich. Wir hatten bisher einfach immer viel Glück. Hoffe, dass Du Dich irgendwann wieder an Airbnb, Wimdu & Co. traust – und so lange gibt es ja auch tolle Hotels, Hostels und Guesthouses…
      Viele Grüße
      Katharina

  10. Hallo Katharina,
    spannend, danke für Deine Eindrücke. Ich schleiche seit Jahren um AirBnB herum, bisher hat es sich allerdings noch nicht ergeben. Entweder war ich in meiner Planung zu spät dran oder ich zögerte wegen der Stornierungskonditionen. Da wir meistens mit unserem Camper-Landy unterwegs sind, suchen wir eher spontan, wenn es uns in eine Stadt verschlägt.
    Aber Dein Artikel hat mich animiert, es doch nochmal ernsthafter zu versuchen. Und viele tolle Angebote gibt es ja.
    Lieben Gruß
    Steffi

    1. Hallo Steffi,
      klar, wenn man spontan sucht, ist es über Airbnb etwas schwieriger. Wobei es immer mehr Sofortangebote gibt, die man auch sehr kurzfristig buchen kann. Bin gespannt, was für Erfahrungen ihr macht. Ich werde es ja sicher bei euch auf dem Blog nachlesen können 🙂
      Liebe Grüße
      Katharina

  11. Hey Katharina,

    den Artikel musste ich direkt mal lesen – in letzter Zeit gab es soo viele „Anti-Airbnb-Artikel“. Die ganze Sache mit dem „Airbnb verdrängt Wohnraum“ steht dabei denke ich noch auf einem anderen Blatt, wobei man das meiner Meinung nach nicht nur auf Airbnb, sondern – wenn überhaupt – auf den ganzen Tourismus abwälzen muss.

    Wie du selbst sagst: Bei Airbnb merkt man an dem Inserat schon schnell, ob der Gastgeber auch wirklich an einem interessiert ist oder wirklich nur das schnelle Geld machen will. Wir selbst vermieten ab und an auch ein Zimmer in unserer Wohnung und hatten schon tolle Gäste dabei, mit denen man super zusammen essen, trinken, quatschen und feiern konnte 🙂 Auch auf meinen Reisen durfte ich das oft erleben und mir sind wirklich interessante und spannende Menschen begegnet!

    Von daher: Airbnb, I like you 😉
    Schöne Grüße,
    Caro

    1. Hallo Caro,
      ja, an Airbnb scheiden sich die Geister. Aber wie ich geschrieben hatte: Man hat viel selbst in der Hand. In der Zwischenzeit bucht sogar meine Mutter Unterkünfte über Airbnb… 🙂
      Viele Grüße
      Katharina

  12. Hallo Katharina,
    auf die Gefahr hin hier etwas zu wiederholen (habe leider nicht alle Kommentare gelesen, hihi): Ich bin aus genau den gleichen Gründen, die Du für Airbnb aufführst seit zehn Jahren begeisterter Couchsurfer. Und im Gegensatz zu Airbnb, wo ich tatsächlich nur den Schlüssel in die Hand bekomme (das kann auch gut sein), habe ich durch Couchsurfing auch wirklich viele echte Freunde gefunden, mit denen ich mitunter schon fast diese zehn Jahre Kontakt habe. Couchsurfing ist für mich ein Rückzugsort von Gleichgesinnten, die eben alle ein Ziel verbindet: Zu reisen und Menschen kennenzulernen. Wenn ich bei Airbnb Geld dafür bezahle, kommt es mir nicht wirklich echt vor, eben weil ich schon so oft couchgesurft habe. Auch dort gebe ich Geld aus: Ich bringe den Gastgebern ein Geschenk mit, koche, helfe bei Dingen. Dafür darf ich oft in deren Alltag eintauchen, bekomme eine Stadtführung oder wir tauchen gemeinsam in die Barszenen ein. Das alles funktioniert ohne dass ich die Mietpreise in den Städten nach oben treibe oder anderweitig der Gentrifizierung voranhelfe.
    Natürlich kann Airbnb auch gute Seiten haben, wenn in besonders teuren Städten Menschen dadurch ihre Wohnungen behalten können oder wenn man dadurch sein Zimmer während einer Reise zwischenvermieten kann. Aus Berlin kenne ich aber eben auch die Kehrseite und die hat auch dazu beigetragen, dass die Stadt mittlerweile so teuer geworden ist.
    Ob die Lösung ein Verbot ist, wage ich zu bezweifeln aber eine bessere Regulierung finde ich zumindest in den meisten deutschen Städten nicht verkehrt.
    Liebe Grüße
    Peter

    1. Hallo Peter,
      an Couchsurfing habe ich mich ehrlich gesagt nie so recht gewagt. Ich glaube, dazu bin ich auf meinen Reisen einfach nicht mehr „kompromissbereit“ genug. Neben dem Job bleibt oft so wenig Zeit – da will ich mich nicht noch groß abstimmen müssen. Airbnb ist dann die „Light-Variante“. Auf längeren Reisen könnte ich mir das eher vorstellen. Zumal man über Couchsurfing ganz sicher wesentlich engere Kontakte knüpfen kann.

      In Berlin ist das mit Airbnb tatsächlich ein schwieriges Thema. Wir buchen hier in der Zwischenzeit nur noch Hotels. Verbote sind meiner Ansicht nach selten sinnvoll, sondern wie Du sagst: Es braucht eine bessere Regulierung.
      Liebe Grüße
      Katharina

  13. Liebe Katharina, ich bin wirklich ganz deiner Meinung! Man sollte die Augen vor den Problemen, die AirBnB auslösen kann und auch teilweise schon auslöst nicht verschließen. Es so pauschal zu verurteilen und ausschließlich schlecht zu reden, ist allerdings absolut falsch! Wie du, hatte auch ich schon einige tolle Begegnungen durch AirBnB. Selbst wenn man nicht viel Zeit mit den Gastgebern verbringt, bekommt man eigentlich immer gute Tipps für seine Zeit in der Gegend mit auf den Weg.
    Viele Grüße,
    Christina

  14. Ich selber hab Airbnb noch nie verwendet, ich steh dem ganzen etwa so skeptisch gegenüber wie dem Couchsurfen (Für Letzteres bin ich mittlerweile glaub ich sowieso schon zu alt), aber dein kleiner Erfahrungsbericht lässt mich die Sache doch nochmal überdenken, denn ich find es immer toll auf Reisen die Menschen vor Ort und ihre Geschichten zu erfahren.

    Also, wo kann ich ein Zimmer bei der rüstige 70-jährige englisch Lady buchen? 😉

    lg Babsi

  15. Also Airbnb ist grundsätzlich schon ziemlich cool. Man muss aber genau hinschauen, was man da ggf. bucht, um nicht bei irgendwelchen „Multisellern“ zu landen. Ich habe ganz tolle Erfahrungen auf (fast) allen Erdteilen mit Airbnb gemacht. Ob in Asien (Bangkok und Beirut), Afrika (Harare), Amerika (NYC, Miami) oder Europa (verschiedene Orte) … alles war klasse. Und ich werde auch in Zukunft nicht darauf verzichten. Wobei es schon „passen“ muss (und insofern auch von der Auswahl vorab abhängt) … 😉

    LG, Wolfgang

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